Technik
 
 
 
 
Feuerlöschboot
Europa 1
 
 
Technik
Feuerlöschboot Europa 1
 
Einsatzkleidung:
Das deutsch/französische Feuerlöschboot „Europa1“
 
 

Abmessungen und Daten:

Länge über alles 23,00 m
Länge zwischen den Loten 20,00 m
Breite über alles 6,20 m
Breite zwischen den Spanten 6,00 m
Höchster Festpunkt über Wasserlinie 5,50 m
Tiefgang betriebsklar ca. 0,90 m
Höhe Vordeck über Wasserlinie ca. 0,60 m
Höhe Achterdeck über Wasserlinie ca. 1,50 m
Höhe Rettungsplattform über Wasserlinie ca. 3,10 m
Wasserverdrängung voll ausgerüstet ca. 45 m³
Geschwindigkeit bei 4 m Wassertiefe ca. 40 km/h
Schiffstechnische Besatzung mind. 2 Personen
Feuerwehrtechnische Besatzung mind. 6 Personen

Schiffstechnische Ausrüstung und Daten:

• Schiffskörper komplett in Aluminium in der Bauform eines Halbgleiters in Knickspant-Bauweise
• Bergeanlandungen im Böschungsbereich sind konstruktiv durch ein verstärktes Vorschiff in Verbindung mit der Bugklappe ermöglicht.
• zwei Hauptmaschinen MAN D 2842 LE 410, 12 Zylinder mit 809 kW (1.100 PS)
• zwei Kameva Jet-Antriebe mit Vektorstick-Steuerung
• Bugstrahlruder mit 20 kW Leistung
• zwei Dieselgeneratoren 230 / 400 V mit je 60 kVA als redundante Systeme für den Schiffsbetrieb
• Kraftstofftank mit 4.000 l Fassungsvermögen
• Bordnetz 24 V-Gleichstrom ab Batterie
• Starternetz (Hauptmaschinen) 24 V-Gleichstrom Batterie
• Hydraulische Bugklappe mit einer Breite von 3,00 m und einer Tragfähigkeit von 500 kg auskragend und 1.500 kg aufgelegt.
• zwei Hydraulikkräne mit Explosionsschutz (steuerbord und backbord am Vordeck), mit hydraulischer 1.000 kg Seilwinde, Hubkraft Kran 1.270 kg bei 3,0 m Abstand von der Schiffsaußenkante (= 4,5mt)
• großer Hydraulikkran achtern mit Funkfernsteuerung und Explosionsschutz, hydraulischer 1.000 kg Seilwinde, Hubkraft Kran 1.000 kg bei 3,0 m Abstand von der Schiffsaußenkante (= 7,0 mt);
o mit montierbarem Schaum-/ Wasserwerfer mit 4.000 l/min bei einer maximalen Werferhöhe von 9,0 m über Wasserlinie
o mit montierbarem Personenbeförderungskorb mit 300 kg Traglast, einer maximalen Ausladung von 8,5 m (von Kranmitte) und einer maximalen Arbeitshöhe von 10,7m über Wasserlinie
• Explosionsschutz in einer besonderen Qualität d. h.
o Gaswarnanlage mit zwei Messköpfen
o Höhe der Luftansaugöffnung > 5,25 m über Wasserlinie
o automatisches verriegeln der Außentüren - Schleusenbetrieb
o automatische Inbetriebnahme der Abgasdusche
o automatische Leistungsreduzierung der Sendeanlagen gemäß ATEX-Richtlinie auf 1 Watt
o automatische Abschalung sämtlicher Außenverbraucher ohne EX-Schutz
• Kameras zur Überwachung des vorderen und hinteren Arbeitsdecks
• Kommunikationsmittel nautisch: Zwei Rheinfunkgeräte
• Nautische Geräte: Radarpilotanlage, Wendeanzeiger, Autopilotanlage, Ruderlagenanzeiger, GPS, Echolot, Wetter- und Windmessstation, Bordsprechanlage
• Einpersonenfahrstand
• Einbruch-, Brandmelde-, und Bilgenwarnanlage
• Automatische Löschanlage für den Maschinenraum
• Klimaanlage für das Steuerhaus
• Beiboot in der Form eines unsinkbaren Rettungsboots RTB 2 (Schlauchboot mit Aluminiumrumpf) mit 60 PS Außenborder

Feuerwehrtechnische Ausrüstung und Daten:

• zwei Feuerlöschpumpen FP 10-6000 (Antrieb über Hauptmaschinen)
• eine Feuerlöschpumpe FP 10-750 (Antrieb über 30 kW Drehstrommotor)
• zwei fernsteuerbare, explosionsgeschützte Schaum-/ Wasserwerfer (einer im Zusammenhang mit Hydraulikkran Heck) mit einer Leistung von 4.000 l/min und einer Wurfweite von ca. 65 m
• Lenzleistung durch tragbare Elektro- und Turbinentauchpumpen von ca. 14.000 l/min
• Löschwasserabgabe über 6 Druckabgänge A und 11 Druckabgänge B
• Wassernebel-Selbstschutzanlage
• 3.200 l konzentriertes AFFF-Schaumlöschmittel für 1% Zumischung
• zwei Schaumzumischanlagen mit einer Leistung von je 4.500 l/min Schaummittel-Wassergemisch bei 1% Zumischung
• zur Erzeugung eines Schaumteppichs können an den B-Druckabgängen Mittelschaumrohre M8 (4 Stück) und M4 (2 Stück) mit einer Gesamtschaummenge von 200.000 Liter pro Minute aufgesteckt werden.
• Geräteraum auf der Ebene des Vordecks zur Aufnahme unfangreicher feuerwehrtechnischer Beladung - zum Teil in kranbaren Rollcontainern
• stabiles Geräteraumdach (inkl. Rettungssteg) als Evakuierungsdeck zur horizontalen Menschenrettung von Passagierschiffen
• geräumige Bergeplattform achtern mit Taucherleiter
• stationäre Flutlichtanlage an den Luftansaugkanälen mit 6 Strahlern a 2.000 Watt
• Kommunikationsmittel feuerwehrtechnisch:
o je zwei Feuerwehrfunkgeräte Deutschland / Frankreich
o Funkmehrfachabfrage Major BOS 8
o mehrere tragbare Funkgeräte zum Teil mit EX-Schutz
o Mobiltelefon mit Telefaxgerät
• Druckluftkompressor für Arbeitsluft; Werkbank im Pumpenraum

Das Wichtigste in Kürze:

Hersteller: NECKAR-Bootsbau Ebert GmbH in Neckarsteinach.
Gesamtkosten 2.500.000.- € inkl. Beladung und Ausbildung, davon 1.000.000 € aus dem Interreg IV-Programm der EU.
Auftragserteilung am 16. März 2006 durch den Freiburger Regierungspräsidenten Dr. Sven von Ungern-Sternberg.
Schiffstaufe am 29. Juni 2007.
Die Projektleitung für die Beschaffung lag beim Regierungspräsidium Freiburg.
Betreiber ist der eigens dafür gegründete Deutsch-Französische Zweckverband.
Liegeplatz ist der Quai Jaqoutot bei der Gendarmerie fluviale im Straßburger Nordhafen, der von den Feuerwachen in Kehl und Strasbourg gleichmäßig gut erreichbar ist.

Direkt am Liegeplatz ist die ständig besetzte Dienststelle der französischen Wasserschutzpolizei. Dort liegt auch das Dienstboot der deutschen Wasserschutzpolizei.

 
europa 1 Feuerwehr - Sapeurs-Pompiers
 
 
 
 
Stadt Kehl
Brand- und Bevölkerungsschutz / Arbeitssicherheit
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