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im Katastrophenfall die nächsten Löschboote (Basel oder
Mannheim) bis zu 8 Stunden benötigen würden um den Raum
Kehl / Strasbourg zu erreichen, entschlossen sich die Instanzen
zur Anschaffung eines Feuerlöschbootes. Die Finanzierung des
Feuerlöschboots erfolgt durch EU-Mittel aus dem Interreg-Programm
sowie durch die Republik Frankreich und das Land Baden-Württemberg.
Die laufenden Betriebskosten in den ersten 5 Jahren in Höhe
von 60 000 € pro Jahr werden je zur Hälfte von den deutschen
und französischen Stellen geteilt.
Das Einsatzgebiet reicht von der Schleuse Rhinau (Rheinkilometer
256) bis nach Söllingen (Rheinkilometer 327) zur Schleuse Iffezheim
(Rheinkilometer 334).
Die Erarbeitung des Pflichtenheftes war eine sehr
zeitaufwändige Grundlagenarbeit die von einer Arbeitsgruppe
unter der Leitung von Bezirksbrandmeister Jürgen Link vom Regierungspräsidium
Freiburg in einer Vielzahl von Gesprächen und Sitzungen zu
einem den entsprechenden Aufgaben am Oberrhein angepassten Entwurf
eines FLB geführt hat.
Der Arbeitsgruppe gehörten neben Bezirksbrandmeister
Jürgen Link an: Rudi Götz, Feuerwehr Mannheim - Bernd
Schmitt, Regierungspräsidium Karlsruhe - Wasserschutzpolizei
- Alex Roth, Feuerwehrdepartement Bas-Rhin - Gerhard Stech, Feuerwehr
Kehl - sowie ein Schiffsbauingenier zur fachtechnischen Beratung.
Das FLB wurde im Rahmen einer EU-Auschreibung öffentlich
ausgeschrieben. Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg
unterschrieb am 16.03.2006 den Auftrag zur Herstellung und Lieferung
des Feuerlöschbootes.
Der Liegeplatz des FLB liegt in der Nähe des
Hafeneinfahrt zum Strasbourger Nordhafen. Die Entfernung von der
Feuerwache Kehl zum Liegeplatz beträgt 4 km - ca. 500 m kürzer
als der Weg zur Hafenspitze in Kehl (ehemalige Zollstation). Die
Feuerwehr Kehl erhält von der Präfektur Bas-Rhin eine
Genehmigung für Alarmfahrten mit Feuerwehrfahrzeugen auf französischer
Seite. Die Fahrtzeit von der Feuerwache Kehl zum Liegeplatz beträgt
unter Alarmfahrtbedingungen max. 5 Minuten. Direkt am Liegeplatz
ist die ständig besetzte Dienststelle der französischen
Wasserschutzpolizei. Dort liegt auch das Dienstboot der Wasserschutzpolizei.
Die Steganlage wurde vom Hafen Strasbourg komplett erneuert und
zwar in Form einer Schwimmsteganlage. |